Über unseren Unterricht

Tango de Salón ist im Unterschied zum choreografierten Bühnen-Tango ein improvisierter Gesellschaftstanz. Es gibt im Salon-Tango eigentlich keine Grundschritte und keine festgelegten Schrittfolgen, obwohl bestimmte choreographische Einheiten als sogenannte ‚base‘ oder ‚paso basico‘ (spanisches Wort für Basisschritt) bezeichnet werden.
Es gibt eine räumliche und eine musikalische Improvisation, wodurch mit Rücksicht auf andere Paare auf der Tanzfläche und spontan zur Melodie der gespielten Musik getanzt wird. Die vielen Schritt– und Bewegungsformen, die in einer engen Umarmung möglich sind, werden deshalb immer im Kontext zu den Möglichkeiten in einer Milonga (Tanzveranstaltung) entwickelt. Die feine Kommunikation im Paar, die ein Tangopaar so verschmolzen miteinander wirken lässt und eine Voraussetzung zur Improvisation ist, sind ein starker Ausdruck des Tangos, der man sich kaum entziehen kann.

 

Und genau dies ist unsere Domäne:
Bei uns lernt Ihr improvisiert, kreativ und rücksichtsvoll Tango tanzen: Unsere Schüler lernen die Struktur, auf der sich improvisieren lässt – alles was Mann & Frau auf der Tanzpste brauchen, um wendig, rücksichtsvoll und musikalisch zu tanzen:

  • Die Umarmung,
  • die räumlichen Orientierungen des Führenden,
  • die tänzerischen Möglichkeiten der Folgenden
  • und die Interpretation der Musik.


Die einzigartige Methode „TANGOsencillo©“ haben wir in 30 Jahren Unterrichtserfahrung entwickelt und sie unterscheidet sich vom Prinzip des Modularsystems – des Unterrichtens ganzer Schrittmodule – das in vielen anderen Tangoschulen noch praktiziert wird.

 

Carlos Gávito: „Jetzt unterrichte ich keine Schritte* mehr, ich unterrichte, wie man es vermeidet, mit anderen in der Milonga zusammen zu stoßen. Mache was Du willst, aber kollidiere nicht mit anderen – Bitte! “ *(er meinte damit festgelegte Schrittfolgen)


UNTERRICHTSMETHODEN…

  • Zeigen & Kopieren – oder Vortanzen & Nachahmen sie entspricht dem natürlichsten Lernverhalten, der Nachahmung, und ist nur erfolgreich, wenn man die Intention des vormachenden Lehrers versteht und nicht versucht nur so auszusehen wie er; was nur in den seltensten Fällen gelingen kann. Sie ist in diesem Sinne keine Methode sondern ein Hilfsmittel, die in allen Methoden benutzt wird.
  • Sequenzen & „Figuren“- Ganzheits-Lehrmethode – die bekannteste Methode – eigentlich nur für Bühnentänzer geeignet, die Figurenmaterial für ihre Choreographien brauchen. Tangoschritte über festgelegte Schrittfolgen – mit sogenannten Figuren oder besser Sequenzen zu vermitteln – läuft eigentlich der Improvisation des „Tango de Salons“ zuwider.  Sie ist trotzdem sehr verbreitet und nur dem Konsumverhalten einiger Tangoschüler geschuldet.
    Sie hat nur Vorteile, wenn der Schüler diese Sequenzen „auseinandernimmt“ und auf der Tanzpiste dem kleinen Raum geschuldet wieder fragmentiert „zusammenbauen“ kann. Das erfordert viel Übung und die Beschäftigung mit der „Struktur“ des Tangos. Keine gute Methode für Tänzer, die wenig tanzen gehen. Viele Tanzer bleiben durch diese „Ganzheits-Lehrmethode“ in der Phase der Reproduktion dessen, was andere Tänzer entwickelt haben, stecken – sie werden leider nie richtig kreativ. Viele Schüler, die mit dieser Methode Tango „gelernt“ haben, haben sich ihre Fähigkeiten eigentlich nur über viel Praxis in ‚milongas‘ erarbeitet. Das ist ein sehr „teurer und zeitintensiver Umweg“. Außerdem fehlt oft der Dialog zwischen den Tanzpartnern, weil beide dazu neigen, gelernte Sequenzen auswendig zu tanzen.
  • die Baustein-auf-Baustein-Methode – Modularsystem in der einzelne Schrittmodule aufeinander aufbauend gezeigt werden.
    siehe auch Tango vom Rio de la Plata
    Aber didaktisch geschickt, weil auf bereits gelernten Bausteinen neue dazu kommen, also als Schüler in einem Bezugssystem lernt.
  • Die TANGOsencillo© Methode: „Die Entdeckung und das Praktizieren aller Möglichkeiten“ – in Übungs-Martrizen und adhoc-Übungen.

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  „Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ (Galileo Galilei)

Deshalb unterrichten wir nicht mit herkömmlichen Mitteln – z.B. nicht hauptsächlich durch „Vortanzen und Nachahmen“ – sondern durch Wecken von Neugierde zu den unendlichen, choreographischen Möglichkeiten dieses Tanzes. Die Lernenden entdecken und entwickeln die Schrittstrukturen durch Ausprobieren und Differenzierungen selbstständig – um sich dann für das Bessere und Logischere zu entscheiden.

So lernen wir über das Tun und Ausprobieren  mehr, als nur über das theoretische  Wissen, wie es sein sollte.

„…denn viele Figuren des Tangos sind
sehr wahrscheinlich auch nur durch kultivierte Missverständnisse entstanden.“


Wir unterrichten als Paar, dh. dass wir beide Rollen im Tango – Führender & Folgende – in ihren speziellen Eigenschaften zeigen und vermitteln.
Unsere langjährige Lehrerfahrung beim Tango Río Platense ist in Deutschland fast einmalig.
Uns geht es um Qualität der Bewegung zur Musik und nicht um Quantität der Figuren. “Tango ist ein Gefühl” – und sollte sich auch gut anfühlen.
Der Unterricht ist so ausgelegt, dass auch →

Anfänger/innen von Anfang an Spaß an diesem faszinierenden Tanz bekommen:
Nicht Figuren, sondern das Tanzgefühl,
– nicht auswendig gelernte Schrittmuster, sondern ein Verständnis um die Entstehung der Bewegungen –,
– Leichtigkeit und Eleganz, die auf natürlichen Bewegungen beruhen –, stehen im Vordergrund.


 DIE KURSLEITER:

 

klausesther

• Klaus Wendel   begann Mitte der 80er Jahre in Berlin bei Juan D. Lange mit dem Tango und lernte später bei Antonio Todaro, Pepito Avellaneda, Eduardo Arquimbau und anderen Maestros aus Buenos Aires. 1986 gründete er die erste Tangoschule im Ruhrgebiet.

Seit 30 Jahren unterrichtet er erfolgreich und viele Tangolehrer des Ruhrgebietes begannen bei ihm mit dem Tango.

 

In den letzten Jahren widmet er sich vorwiegend der Improvisations-Struktur des Tangos und entwickelte daraus eine neue Methodik, um auch den Einsteigern einen verständlichen Einblick in die choreografischen Möglichkeiten des Tangos zu vermitteln. So unterrichtet er sehr grundlagen-orientiert und gibt den Tanzschülern ein sehr basiertes Wissen über viele Aspekte des Tangos.

• Esther Nur tanzt und liebt den Tango seit Anfang 2001. Sie ist eine erfahrene Tänzerin; ihre Stärke ist die Bewegungsanalyse und die individuelle Vermittlung von Bewegungsabläufen.

 


 

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