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über den Tango vom Río de la Plata – auch Tango Argentino* genannt.

*obwohl man damit den Uruguayern gegenüber ungerecht ist.


Was sie über den Tango wissen sollten

Der „Tango de Salón“…..aus Buenos Aires und Montevideo wird in den „milongas“ – so werden dort die Tango-Tanzveranstaltungen genannt – als Improvisationstanz verstanden. Es gibt keine festgelegten Schrittfolgen;  jeder Schritt oder jede Tanzbewegung entsteht im Kontext zur Musik und zur Umgebung, d.h. zum erforderlichen Platz auf der Tanzfläche. Das erfordert von beiden Tanzpartnern, Mann und Frau, eine klare, kontinuierliche Kommunikation.
Dieses „Aufeinanderhorchen“, Abtasten, Agieren und Reagieren gibt dem Tango seinen typischen Ausdruck, der das Tangopaar so innig miteinander verschmolzen aussehen lässt.
Tango sencillo© vermittelt nicht nur allein Tanzschritte bzw. Sequenzen, sondern auch die Kommunikation zwischen den Tanzpartnern.
Tanzschritte sind im eigentlichen Sinn nur Werkzeuge, um die Gefühle zur

Tangomusik zum Ausdruck bringen zu können; sie sind nicht Selbstzweck, d.h. dass das technische „Abtanzen“ einer Schrittsequenz noch keinen Tango ausmacht.
Deshalb legen wir beim Tangounterricht viel Gewicht auf die tänzerische Umsetzung der Musik.
Seit der Wiederbelebung des Tangos in den 90er Jahren hat sich der Tango noch einmal weiter entwickelt: Durch den Einfluss anderer Tänze, wie z.B. Ballett, ist der Tango vor allem für die Frauen eleganter und technisch ausgereifter geworden. Auch die Analyse (durch Gustavo Naveira, Fabian Sálas) der z.T. nur fragmental von Tänzern der 40er bis 50er Jahre überlieferten Tanzsequenzen (Figuren genannt), führte zu einem neuen Verständnis der choreographischen Struktur des Tangos.


 Eine plausible Beantwortung der Frage „Warum Tango?“ können Sie im Artikel von Uli Heiwolt bekommen.

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